Männer & Väter


Was ist Männer- und Väterarbeit

Männer haben struktur-kulturell gesehen einen Nachteil, was Selbstfürsorge, Therapie und Selbstreflexion angeht. Es ist schlicht unüblich, verpönt und führt zu innerem und äußerem Statusverlust. In vielen Kreisen, Gruppen und sozialen Kontexten ist es nicht "normal", dass Männer sich selbst, ihre Gefühle, Motivationen, Probleme und Themen erkunden, vertiefen und daran (in einem nicht kapitalistisch-materialistischen Sinne) arbeiten. Der klassische Männlichkeitsstereotyp ist leider in den meisten Systemen noch dominant. In diesem Stereotyp kümmern Männer sich selbst/allein um ihre Probleme, zeigen keine Gefühle, müssen stark, stoisch und analytisch-denkend sein und "Schwäche" zeigen ist und bleibt ein Tabu. 

Männer- und Väterarbeit bezieht sich ein Stück weit auf dieses Tabuthema und möchte Männer und Väter direkt einladen und ansprechen. In der Arbeit mit Männern und Vätern kann der Einstiegsfokus genau auf dem Thema liegen, warum es so schwer ist, sich selbst zu erforschen, warum es so schwer ist sich "Hilfe" zu suchen und warum man es dennoch tun darf. Von dort erweitert sich die Arbeit dann, im Grunde wie eine "normale" Beratung, Therapie oder Coaching, auf problematische, leidverursachende und stressreiche Themen des aktuellen Lebens als Mann und als Vater. Denn jedes Rollenbild bringt eigene Rollenanforderungen mit sich, die meist das jeweilige Individuum selbst an sich stellt. Ergänzt wird es dann noch durch Forderungen und "Zwänge" von außen. 

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